Vorschau

7.11.: Minimal Violence & Luz1e, Der Geheime Salon im Rahmen vom Tanzfestival Rhein-Main @Künstlerhaus Mousonturm

Nach einer halbjährigen Pause startet Der Geheime Salon in eine neue Runde mit einer tanzbaren Extraausgabe im Rahmen des Tanzfestivals Rhein-Main. Zu Gast ist das Elektronik-Duo Minimal Violence aus Vancouver. In ihren Livesets manövrieren Ash Luk und Lida P einen Maschinenpark aus Techno Drums und Acid Synths in vollem Tempo Richtung 90`s Rave und Trance und klingen dabei doch sehr viel mehr nach Punk als nach Hochglanz-Klub. An den Plattenspielern sorgt die Frankfurter Produzentin und DJ Luz1e für einen passend eklektischen Mix contemporärer, elektronischer Tanzmusik.


7. bis 10.11: Festival „4:3 Kammer Musik Neu“ @Hellerau

Im Zentrum von „4:3 Kammer Musik Neu“ steht experimentelle Kammermusik von etablierten und jüngeren Ensembles und Künstler*innen sowie unkonventionellen Formationen. Beim diesjährigen Festival  wird Ragnar Kjartansson mit der Videoinstallation „The Visitors“ Fragen der (musikalischen) Gemeinschaft vor dem Hintergrund technikbasierter Fragmentierung thematisieren, dem gegenüber gestellt wird Rebecca Saunders, die mit „Stasis“ den (musikalischen) Raum und die Gemeinschaft in Abwesenheit technischer Vermittlung überprüft.


14. bis 16.11.: Rabih Mroué / Dance On Ensemble, Elephant & You Should Have Seen Me Dancing Waltz @Kampnagel

Rabih Mroué hat erneut mit dem Dance On Ensemble, das aus herausragenden Tänzer*innen über 40 besteht, eine Arbeit kreiert, die auf Kampnagel deutsche Erstaufführung feiert. YOU SHOULD HAVE SEEN ME DANCING WALTZ konfrontiert die Tänzer*innen Emma Lewis, Anna Herrmann, Marco Volta und Christine Kono mit der Präsentation von Gewalt, Katastrophen und Politik in den Tageszeitungen. Wie beeinflusst das aktuelle Geschehen ihre Körper? Haben Worte der Gewalt eine unmittelbare Auswirkung auf die Bewegung? Diese Fragen werden auf sehr persönliche Weise verhandelt. ELEPHANT, der erste Teil des Abends, changiert zwischen Isolation und der Sehnsucht nach Begegnung. Zwei Körper bewegen sich in geometrischen Mustern und verirren sich in einem selbst geschaffenen Labyrinth, aus dem sie versuchen zu entkommen.


16. bis 17.11. AKADEMIE zeitgenössischer Theaterjournalismus MODUL 1 „Journalistische Praxen“ @PACT Zollverein


23.11.: dgtl fmnsm disconnect @Hellerau

Das labor #disconnect lädt dazu ein, die strikte Trennung zwischen Show, Konferenz und Plenum aufzuheben. Unter dem Schlagwort #disconnect untersucht dgtl fmsnm die sozialen und kulturellen Bedingungen durchgreifender Digitalisierung – in performativen und partizipativen Arrangements zwischen Musik, Performance, Aktivismus und Wissenschaft. Das Publikum ist dazu eingeladen zu verweilen und das Thema in verschiedenen Dimensionen, Aggregatzuständen, Kunstformen und Formaten zu erleben.


12. und 13.12.: DYNAMO – Junge Tanzplattform NRW @PACT Zollverein

Bereits zum 17. Mal präsentiert das nrw landesbuero tanz mit einer neuen Ausgabe von ›DYNAMO – Junge Tanzplattform NRW‹ Arbeiten von Kindern und Jugendlichen im professionellen Kontext. Zum achten Mal heißt PACT die Nachwuchstalente willkommen. ›DYNAMO – Junge Tanzplattform NRW‹ bringt junge Tänzer*innen mit Tanzschaffenden und Multiplikator*innen zusammen. Auf der Bühne sind Kurzchoreographien von Kindern und Jugendlichen zu sehen, die sie unter der Leitung von erfahrenen Choreograph*innen und Tanzpädagog*innen in ihrer Schule oder Jugendtanzkompanie erarbeitet haben. Neben diesen öffentlichen Vorstellungen lernen die jungen Tanzschaffenden im begleitenden Werkstattprogramm mit Tanzworkshops und Laboren das Arbeitsfeld Tanz und Performance kennen.


13.12.: Lolina & INKASSO @ Künstlerhaus Mousonturm

Im Rahmen des „Der Geheime Salon“, ein Gemeinschaftsprojekt des Frankfurter Tape-Labels MMODEMM und des Künstlerhaus Mousonturm, gibt es ein Konzert mit Lolina, der in London lebenden Produzentin und Performerin Alina Astrova.. Unter ihrem vorigen Alias Inga Copeland oder zusammen mit Dean Blunt als Hype Williams Evergreens hat sie elektronische Low-Fi-Pop-Abstraktionen erschaffen. Auch Lolina steht im Zeichen nicht greifbarer Klangwolken, gebrochener Rhythmuscluster und lakonischer Vocals, die trotz ihrer seltsamen Unnahbarkeit äußerst catchy sind. An den Plattenspielern steht INKASSO, der als DJ und Radiohost regelmäßig die klanglichen Nischen Frankfurts bespielt.


14.12.: Bewegung in der neoliberalen Stadt – Vortrag von Margit Mayer @FFT

Im globalen Wettbewerb haben sich Städte in eine Goldgrube für gewinnsuchendes Kapital verwandelt. Investoren sind zu einflussreichen Akteuren der Stadtentwicklung geworden. Dadurch verschärft sich die Frage nach den Möglichkeiten und Perspektiven von politischer Beteiligung. Welche Interessen treffen in den aktuellen stadtpolitischen Konflikten aufeinander? Und welche Mittel stehen den Städtebewohner*innen zur Verfügung, um ihr „Recht auf Stadt“ geltend zu machen? Die Politikwissenschaftlerin Margit Mayer erforscht seit langem die Auseinandersetzungen um den städtischen Raum und die Rolle sozialer Bewegungen im Kontext der neoliberalen Umstrukturierung in den Städten. Ihren Vortrag am FFT zu aktuellen stadtpolitischen Settings kommentieren und diskutieren Vertreter*innen lokaler stadt- und wohnungspolitischer Initiativen.


18.12.: DIVERS ko-kreativ. Zukunftslabor Inklusion + Freie Darstellende Künste in Sachsen @Hellerau

Das Verständnis von Barrierefreiheit im Theater endet leider oftmals bei der Bereitstellung technischer Hilfsmittel. Diese Auffassung entspricht nicht der Diversität von Künstler*innen mit Behinderungen, lässt ein großes künstlerisches Potenzial ungenutzt und schließt ein breites Publikum aus. In Workshops, Labs und Gesprächen soll es hier um künstlerische Zugänge, Ästhetiken und Praktiken, zur selbstbewussten Sichtbarmachung von mehr körperlicher Vielfalt und Betonung von Einzigartigkeit gehen, um gemeinsam in einem praxisorientierten Austausch der Frage nachzugehen, wie Tanz und Theater zu einer inklusiven künstlerischen Praxis in Sachsen werden können.


28. bis 30.11.: Digifem. Queer-feministische Positionen zur Überwindung des digitalen Steinzeitalters @Kampnagel

Der dreitägige Fokus zu Formen des »digitalen Feminismus« versammelt Vorträge, Video- und Rauminstallationen, Workshops und DJ-Sets von internationalen und Hamburger Künstler*innen. Die Uraufführungen und Auftragsarbeiten schauen in Vergangenheiten und Zukünfte, verrauschen Bilder und Sounds – alles ebenso analog wie digital. Sind wir alle bereits »slaves to the algorithm« oder gibt es Auswege aus der digitalen Reproduktion von Ungleichheiten? Die Vertreter*innen der queerfeministischen Avantgarde geben diverse Einblicke in diese medialen Welten, lokalen Bezüge und globalen Echokammern. Bots können lügen, aber Bits beißen nicht!


5. bis 14.12.: NORDWIND-Festival 2019 „EXPLORING BLANKNESS“ @Kampnagel

Unter dem Thema »Exploring Blankness« widmet sich das NORDWIND-Festival 2019 der Frage, welche Konsequenzen und Potenziale die Vierte Feministische Welle für die Geschichte und Praxis des Feminismus in Europa hat, und versucht eine kritische Re-Lektüre der feministischen Bewegung der letzten Jahrzehnte. Die »Vierte Welle« zeichnet sich dadurch aus, dass neben körperlichem und strukturellem Missbrauch auch die Folgen kapitalistischer und kolonialer Machtstrukturen angeprangert werden. Zentral ist die Erkenntnis, dass beispielsweise die Kategorie »Frau« nicht ausreicht, um die Vielschichtigkeit von Unterdrückung zu erfassen und kritisch zu hinterfragen – wenn es sich etwa um eine Frau of color handelt, eine trans Frau oder eine Frau mit Behinderungen. Als »inaccessible blankness« kann nach Gayatri Spivak die Ignoranz bezeichnet werden, die der westlich-koloniale Blick bezüglich seiner eigenen patriarchalen und rassistischen Strukturen hat – auch innerhalb des westlichen Feminismus. Die Künstlerinnen dieser NORDWIND-Ausgabe setzen sich mit der Realität des Feminismus in den nordischen, aber auch anderen europäischen Ländern auseinander.


17.12.: Esther Utjiua Muinjangue & Sima Deidre Luipert, Not About Us Without Us! @Kampnagel

Deutschlands kolonialer Genozid 1904 bis 1908 im heutigen Namibia betraf neben den widerständigen Männern besonders auch Frauen und Kinder, die in der Omaheke/Kalahari Region verdursteten oder in Konzentrationslagern zu Tode gequält wurden. Die prominenten Ovaherero- und Nama-Aktivistinnen Esther Utjiua Muinjangue und Sima Deidre Luipert berichten über den opferreichen Widerstand der Frauen und über ihre Rolle im anhaltenden Kampf für eine Anerkennung des Völkermords durch den Deutschen Bundestag. Sie erklären, warum die direkt vom Völkermord betroffenen Gemeinschaften von Deutschland eine offizielle Entschuldigung und Entschädigung verlangen. Esther Utjiua Muinjangue ist Vorsitzende der Ovaherero Genocide Foundation (OGF) und Präsidentin der Partei National Unity Democratic Organisation (NUDO) und Sima Deidre Luipert ist Menschenrechtsaktivistin und Vizevorsitzende des Genocide Technical Committee der Nama Traditional Leaders Association (NTLA).


16. bis 19.1.2020  AKADEMIE zeitgenössischer Theaterjournalismus MODUL 2 „Künstlerische Praxen & Diskurse“ @HELLERAU


23. bis 26.1.2020 AKADEMIE für Performing Arts Producer #3, MODUL 1 @PACT Zollverein


12. bis 15.3.2020 AKADEMIE zeitgenössischer Theaterjournalismus MODUL 3 „Ökonomien & Perspektiven“ @Kampnagel


13. bis 16.3.2020 AKADEMIE für Performing Arts Producer #3, MODUL 2 @Künstlerhaus Mousonturm


23. bis 26.4. AKADEMIE für Performing Arts Producer #3, MODUL 3 @ HAU Hebbel am Ufer


10. bis 13.6.2020 CLAIMING COMMON SPACES III „Global Village“ (AT) @ Kampnagel