Vorschau

5. bis 14.12.: NORDWIND-Festival 2019 „EXPLORING BLANKNESS“ @Kampnagel

Unter dem Thema »Exploring Blankness« widmet sich das NORDWIND-Festival 2019 der Frage, welche Konsequenzen und Potenziale die Vierte Feministische Welle für die Geschichte und Praxis des Feminismus in Europa hat, und versucht eine kritische Re-Lektüre der feministischen Bewegung der letzten Jahrzehnte. Die »Vierte Welle« zeichnet sich dadurch aus, dass neben körperlichem und strukturellem Missbrauch auch die Folgen kapitalistischer und kolonialer Machtstrukturen angeprangert werden. Zentral ist die Erkenntnis, dass beispielsweise die Kategorie »Frau« nicht ausreicht, um die Vielschichtigkeit von Unterdrückung zu erfassen und kritisch zu hinterfragen – wenn es sich etwa um eine Frau of color handelt, eine trans Frau oder eine Frau mit Behinderungen. Als »inaccessible blankness« kann nach Gayatri Spivak die Ignoranz bezeichnet werden, die der westlich-koloniale Blick bezüglich seiner eigenen patriarchalen und rassistischen Strukturen hat – auch innerhalb des westlichen Feminismus. Die Künstlerinnen dieser NORDWIND-Ausgabe setzen sich mit der Realität des Feminismus in den nordischen, aber auch anderen europäischen Ländern auseinander.


6. 12.: Premiere der Bündnis-Produktion vom FFT Düsseldorf Buddha’s Pond in Japan

Die deutsch-japanische Koproduktion mit dem Autor und Regisseur Jun Tsutsui „The Buddha-Teich„, die im Rahmen des Bündnisses produziert wurde, hat am kommenden Wochenende Kyoto Art Center Premiere.


12. und 13.12.: DYNAMO – Junge Tanzplattform NRW @PACT Zollverein

Bereits zum 17. Mal präsentiert das nrw landesbuero tanz mit einer neuen Ausgabe von ›DYNAMO – Junge Tanzplattform NRW‹ Arbeiten von Kindern und Jugendlichen im professionellen Kontext. Zum achten Mal heißt PACT die Nachwuchstalente willkommen. ›DYNAMO – Junge Tanzplattform NRW‹ bringt junge Tänzer*innen mit Tanzschaffenden und Multiplikator*innen zusammen. Auf der Bühne sind Kurzchoreographien von Kindern und Jugendlichen zu sehen, die sie unter der Leitung von erfahrenen Choreograph*innen und Tanzpädagog*innen in ihrer Schule oder Jugendtanzkompanie erarbeitet haben. Neben diesen öffentlichen Vorstellungen lernen die jungen Tanzschaffenden im begleitenden Werkstattprogramm mit Tanzworkshops und Laboren das Arbeitsfeld Tanz und Performance kennen.


13.12.: Lolina & INKASSO @ Künstlerhaus Mousonturm

Im Rahmen des „Der Geheime Salon“, ein Gemeinschaftsprojekt des Frankfurter Tape-Labels MMODEMM und des Künstlerhaus Mousonturm, gibt es ein Konzert mit Lolina, der in London lebenden Produzentin und Performerin Alina Astrova.. Unter ihrem vorigen Alias Inga Copeland oder zusammen mit Dean Blunt als Hype Williams Evergreens hat sie elektronische Low-Fi-Pop-Abstraktionen erschaffen. Auch Lolina steht im Zeichen nicht greifbarer Klangwolken, gebrochener Rhythmuscluster und lakonischer Vocals, die trotz ihrer seltsamen Unnahbarkeit äußerst catchy sind. An den Plattenspielern steht INKASSO, der als DJ und Radiohost regelmäßig die klanglichen Nischen Frankfurts bespielt.


14.12.: Bewegung in der neoliberalen Stadt – Vortrag von Margit Mayer @FFT

Im globalen Wettbewerb haben sich Städte in eine Goldgrube für gewinnsuchendes Kapital verwandelt. Investoren sind zu einflussreichen Akteuren der Stadtentwicklung geworden. Dadurch verschärft sich die Frage nach den Möglichkeiten und Perspektiven von politischer Beteiligung. Welche Interessen treffen in den aktuellen stadtpolitischen Konflikten aufeinander? Und welche Mittel stehen den Städtebewohner*innen zur Verfügung, um ihr „Recht auf Stadt“ geltend zu machen? Die Politikwissenschaftlerin Margit Mayer erforscht seit langem die Auseinandersetzungen um den städtischen Raum und die Rolle sozialer Bewegungen im Kontext der neoliberalen Umstrukturierung in den Städten. Ihren Vortrag am FFT zu aktuellen stadtpolitischen Settings kommentieren und diskutieren Vertreter*innen lokaler stadt- und wohnungspolitischer Initiativen.


18.12.: DIVERS ko-kreativ. Zukunftslabor Inklusion + Freie Darstellende Künste in Sachsen @Hellerau

Das Verständnis von Barrierefreiheit im Theater endet leider oftmals bei der Bereitstellung technischer Hilfsmittel. Diese Auffassung entspricht nicht der Diversität von Künstler*innen mit Behinderungen, lässt ein großes künstlerisches Potenzial ungenutzt und schließt ein breites Publikum aus. In Workshops, Labs und Gesprächen soll es hier um künstlerische Zugänge, Ästhetiken und Praktiken, zur selbstbewussten Sichtbarmachung von mehr körperlicher Vielfalt und Betonung von Einzigartigkeit gehen, um gemeinsam in einem praxisorientierten Austausch der Frage nachzugehen, wie Tanz und Theater zu einer inklusiven künstlerischen Praxis in Sachsen werden können.


17.12.: Esther Utjiua Muinjangue & Sima Deidre Luipert, Not About Us Without Us! @Kampnagel

Deutschlands kolonialer Genozid 1904 bis 1908 im heutigen Namibia betraf neben den widerständigen Männern besonders auch Frauen und Kinder, die in der Omaheke/Kalahari Region verdursteten oder in Konzentrationslagern zu Tode gequält wurden. Die prominenten Ovaherero- und Nama-Aktivistinnen Esther Utjiua Muinjangue und Sima Deidre Luipert berichten über den opferreichen Widerstand der Frauen und über ihre Rolle im anhaltenden Kampf für eine Anerkennung des Völkermords durch den Deutschen Bundestag. Sie erklären, warum die direkt vom Völkermord betroffenen Gemeinschaften von Deutschland eine offizielle Entschuldigung und Entschädigung verlangen. Esther Utjiua Muinjangue ist Vorsitzende der Ovaherero Genocide Foundation (OGF) und Präsidentin der Partei National Unity Democratic Organisation (NUDO) und Sima Deidre Luipert ist Menschenrechtsaktivistin und Vizevorsitzende des Genocide Technical Committee der Nama Traditional Leaders Association (NTLA).


16. bis 19.1.2020  AKADEMIE zeitgenössischer Theaterjournalismus MODUL 2 „Künstlerische Praxen & Diskurse“ @HELLERAU


31.1. und 1.2.2020: Meg Stuart / Damaged Woods, VIOLET @PACT Zollverein

Die Tanzsaison wird mit einer Inszenierung eröffnet, die im Juli 2011 bei PACT uraufgeführt wurde: „VIOLET“, ein Meisterwerk der vielfach – u.a. mit dem Deutschen Tanzpreis und dem Goldenen Löwen der Venedig Biennale – ausgezeichneten Choreographin Meg Stuart. „VIOLET“ wurde im Folgejahr zur Tanzplattform eingeladen und wird seitdem durchgängig weltweit gezeigt – nach Stationen in 24 Ländern kehrt die Arbeit nun zu PACT zurück. Fünf Tänzer*innen kreieren in „VIOLET“ eine Landschaft voller Energie – ein lebendiger Strudel, in dem sich kontinuierlich neue Möglichkeiten erschließen, bricht sich Bahn. Das Publikum wird hineingesogen in einen Wirbel aus Bewegungsmustern und kinetischen Skulpturen. Die häufig als „vielleicht abstrakteste Arbeit“ von Meg Stuart bezeichnete Choreographie enthüllt einen ungestümen und freien Imaginationsraum, eindringlich live begleitet von der Elektro- und Percussion-Musik des Musikers Brendan Doughey. In der ihr eigenen Handschrift zelebriert Stuart die Kraft der Bewegung und der Sinne ebenso wie die fragile Bedingtheit des Menschseins.


23. bis 26.1.2020 AKADEMIE für Performing Arts Producer #3, MODUL 1 @PACT Zollverein


12. bis 15.3.2020 AKADEMIE zeitgenössischer Theaterjournalismus MODUL 3 „Ökonomien & Perspektiven“ @Kampnagel


13. bis 16.3.2020 AKADEMIE für Performing Arts Producer #3, MODUL 2 @Künstlerhaus Mousonturm


23. bis 26.4. AKADEMIE für Performing Arts Producer #3, MODUL 3 @ HAU Hebbel am Ufer


10. bis 13.6.2020 CLAIMING COMMON SPACES III „Global Village“ (AT) @ Kampnagel