HAU Hebbel am Ufer Berlin

Das internationale Theater und Produktionshaus HAU Hebbel am Ufer steht seit 2003 mit seinen drei Spielorten HAU1, HAU2 und HAU3 für aktuelle künstlerische Positionen an der Schnittstelle von Tanz, Theater und Performance. Auch Musik, bildende Kunst und Diskursveranstaltungen sind feste Bestandteile des Programms. Es knüpft dabei an die internationale Netzwerkarbeit des 1989 als internationales Koproduktions- und Gastspielhaus ohne eigenes festes Ensemble neueröffneten Hebbel-Theaters (jetzt HAU1) und die Geschichte des Theaters am Halleschen Ufer (jetzt HAU2) als Spielstätte für die Berliner freie Szene an. Seit der Spielzeit 2012/13 wird das HAU Hebbel am Ufer von Annemie Vanackere geleitet und verantwortet, ebenso das Festival „Tanz im August“.

Das HAU Hebbel am Ufer ist Ankerinstitution für die freien performativen Künste in Berlin. Ohne festes Ensemble werden internationale Koproduktionen, Festivals und Projekte der Berliner und der (inter-)nationalen Theater- und Tanzszene entwickelt und gezeigt. Wichtige Eckpfeiler des Programms sind ein Repertoire mit Wiederaufnahmen von Choreograf*innen wie Meg Stuart und Anne Teresa De Keersmaeker oder Gruppen wie She She Pop, Gob Squad und Rimini Protokoll sowie thematische Festivals, wie beispielsweise „Männlich Weiß Hetero. Ein Festival über Privilegien“ (2015), „Return to Sender. Künstlerische Positionen aus Ägypten, Äthiopien, der Demokratischen Republik Kongo, Marokko, Mosambik und Südafrika“ (2015), „Die Ästhetik des Widerstands. Peter Weiss 100“ (2016) oder „Utopische Realitäten. 100 Jahre Gegenwart mit Alexandra Kollontai“ (2017).

Choreograf*innen wie Kat Válastur, Ligia Lewis, Jeremy Wade und Jefta van Dinther sind eng mit dem Haus verbunden. Regelmäßig sind im HAU Hebbel am Ufer Arbeiten von Regisseur*innen wie Nicoleta Esinencu, Alexandra Pirici, Mariano Pensotti und Kornél Mundruczó, und von Künstler*innen wie Phil Collins und Miet Warlop zu sehen. Die Entwicklung des HAU Hebbel am Ufer als internationales Produktionshaus ermöglicht es, Berlin als eine diverse Stadtgesellschaft mitzugestalten.