Grußwort der Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB

Think global, act local – global denken, lokal handeln: Was mittlerweile zum Credo verant­wortungsbewussten Handels und Konsums im Zeitalter der Digitalisierung geworden ist, haben sich auch sieben der wichtigsten Produktionsstätten des Freien Theaters in Deutschland zur Devise gemacht und 2016 ein Bündnis der Internationalen Produktions­häuser gegründet. Auf diese Weise wollen sie lokale Kompetenzen bündeln, Formen der gemeinsamen Arbeit und des Austauschs erproben und sich künstlerisch weiterentwickeln. Mit dabei sind das HAU Hebbel am Ufer in Berlin, das FFT Düsseldorf, das Tanzhaus NRW in Düsseldorf, das Europäische Zentrum der Künste HELLERAU in Dresden, PACT Zollverein in Essen, das Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main sowie das Theater Kampnagel in Hamburg. Es freut mich sehr, mit einer Förderung in Höhe von 12 Millionen Euro aus meinem Etat dazu beitragen zu können, dass das Bündnis diese neue Form der Zusammen­arbeit nun über drei Jahre mit konkreten Projekten erproben und ihren Mehrwert erfahr­bar machen kann.

An sieben Standorten wird in sechs Städten Deutschlands zu übergeordneten Themen geforscht und mit theatralen Mitteln experimentiert und produziert – im Austausch der Produktionsstätten untereinander sowie mit zahlreichen Partnern im In- und Ausland.
„Act local“: So lädt das aktuelle Thema „KUNST UND STADT“ dazu ein, spürbaren Verände­rungen in der eigenen Nachbarschaft, sich wandelnden gesellschaftlichen Strukturen wie auch sozialen und stadträumlichen Fragen der Zeit auf den Grund zu gehen und diese in künstlerisches Schaffen einfließen zu lassen. Im Austausch miteinander geht der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, werden Fragen neu formuliert und führen womöglich zu anderen als den gewohnten Antworten. Denn die Welt will – bei aller notwendigen lokalen Verankerung – mitgedacht werden. „Think global“.

Ergebnisse dieser schönen Zusammenarbeit sind jetzt erstmals in einer gemeinsamen Präsentation in Berlin zu sehen, flankiert von Laboren und Panels, in denen die bisherige Arbeit in neuer Umgebung weitergeführt und reflektiert wird. Ich wünsche dem Bündnis viel Aufmerksamkeit für das Festivalprogramm und ein begeistertes Publikum, das sich von neuen ästhetischen Erfahrungen inspirieren lässt!

 

Prof. Monika Grütters MdB

Staatsministerin für Kultur und Medien